Dein Urlaub in Irland

Wie Dich die unberührte und wilde Schönheit der grünen Insel in ihren Bann ziehen wird

 „Saftige Wiesen, gesprenkelt mit weißen Schafen und grauem Gemäuer aus vergangenen Zeiten, urige Pubs, fantastische Livemusik, gastfreundliche Landsleute und Mythen über Kobolde … das ist Irland. Irland ist immer irgendwie Abenteuer, Dublin an einem verlängerten Wochenende ist Spaß pur und eine Rundreise über die Insel ist immer auch eine Reise zu sich selbst."

Anne Grabolla, Urlaubsdesignerin bei der REISEREI

Die beste Reisezeit für Deinen Trip nach Irland

Irland als Ganzjahresziel

Von Berlin aus braucht es nur 2 1/2 Stunden Flug, bis Du Dublin bzw. Irland erreichst. Wenn Du magst, kannst du also "mit einem Sprung" in Irland sein und Deine Reise starten. Doch wann ist eigentlich die richtige Reisezeit für einen Trip nach Irland? Eigentlich das ganze Jahr über, denn die Winter sind mild und sehr gut für eine Rundreise geeignet und ebenso die Sommer, die nicht allzu nicht zu heiß sind.

Sonnenbrille und Regenjacke sollten beide in Deinem Reisegepäck für Irland nicht fehlen, denn das saftige Grün der Insel kommt nicht von ungefähr. Es herrscht stets ein feuchtes Klima mit kurzen Regenschauern auf der Insel, gefolgt von Sonnenschein und vor allem in den Küstenregionen kann Dir der Wind schon mal die Haare zu Berge stehen lassen und Deine Gedanken wegpusten – einfach herrlich! Auch deshalb ist Irland irgendwie immer ein bisschen Abenteuer.

Im Winter fällt deutlich mehr Regen, die Tage sind kürzer, die Sehenswürdigkeiten ändern entsprechend ihre Öffnungszeiten. Daher ist die ideale Reisezeit für einen Besuch in Irland, zumindest wenn man viele Sehenswürdigkeiten erkunden möchte, von Mai bis September.

Du kannst Deinen Besuch jedoch auch nach den irischen Feiertagen richten, denn die sind immer ein Highlight in Irland. Ein besonderes Ereignis findet zum Beispiel alljährlich im März statt. Der St. Patricks Day lockt ganz Irland grün kostümiert auf die Straßen und in die Pubs. Ob sich da wohl auch echte Leprechauns zwischen die Koboldkostüme mogeln?

Dublin - Dein Start ins Abenteuer Irland

Dublin - so viel mehr als Guiness und Pubs

Dublin, die Hauptstadt Irlands, ist natürlich bekannt für seine Pubs und seine Guiness-Kultur. Aber Dublin ist noch so viel mehr... ob als Ziel eines verlängerten Wochenendes oder als Teil Deiner Rundreise über die grüne Insel Irland, ob auf eigene Faust, gemeinsam mit Freunden oder mitsamt der ganzen Familie – Dublin ist in jedem Fall eine Reise wert.

Die Stadt verteilt sich nördlich und südlich des Flusses Liffey. Zahlreiche Brücken verbinden die beiden Ufer miteinander und jede davon schaut anders aus. Sei es die moderne Samuel Beckett Bridge, welche an eine riesige Harfe erinnert oder die berühmte Fußgängerbrücke Half Penny Bridge. Hier musste man früher Wegzoll entrichten, heute ist die Überquerung jedoch kostenfrei möglich. So unterschiedlich die Brücken sind, so harmonisch zeigt sich auch die Architektur. Das Stadtbild ist geprägt von historischen Bauten aus der Zeit der britischen Herrschaft bis hin zu äußerst modernen Bauwerken, die sich ganz natürlich in das historische Gesamtbild der Stadt einfügen.

Das wohl bunteste und bekannteste Viertel der Stadt ist Temple Bar. Hier finden sich Kunst, Musik, verschiedene Märkte, das Wax Museum sowie Ateliers und besondere individuelle Läden, aber auch Restaurants, Pubs und ein tobendes Nachtleben. 

Einen absoluten Kontrast zum historischen Dublin wiederum bieten die Docklands – nur einen Katzensprung vom Zentrum entfernt und doch eine völlig andere Welt. Hier gibt es weitere Unterhaltungsmöglichkeiten, diesmal mit der modernen Kulisse aus gläsernen Fassaden. Ob Galerie- oder Musicalbesuch, ein Spaziergang entlang der Bürogebäude von Facebook, Twitter und Google, eine Runde Kajakfahren oder Stand-up Paddeling auf dem Wasser. Oder wie wäre es mit einem Museumsbesuch? Ein Highlight der Stadt ist das EPIC - das interaktive Auswanderermuseum, in dem garantiert keine Langeweile aufkommt.

Ganz in der Nähe des EPIC, am Ufer der Liffey, befindet sich eines der vielen weiteren Denkmäler von Dublin. Das Famine Monument symbolisiert die große Hungersnot in Irland und ist besonders ergreifend. Die jedoch bekannteste Skulptur der Stadt ist die der Molly Malone, die aufreizend gekleidete Dame, die Ihren Karren voller Muscheln durch die engen Straßen schiebt. Berührt man sie – so heißt es – bringe es Glück. Kein Wunder also, dass sie als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt. Würdest Du nicht auch manchmal gern wissen wollen, was in den Köpfen von Statuen vorgeht? In Dublin berichten diese aus ihrer Vergangenheit. Dazu scannst du einfach den QR Code an der jeweiligen Statue ein und schon plaudern Molly Malone oder Oscar Wilde drauf los.

Im Übrigen war Oscar Wilde einer der berühmten Absolventen der ältesten Universität Irlands - des Trinity Colleges. Sowohl durch die Außenanlage lohnt sich ein kleiner Spaziergang als auch der Besuch des Long Room der Bibliothek. Die Halle ist 64 Meter lang und ihre 12 Meter hohen Wände sind mit hölzernen Bücherregalen verkleidet. Vor äußeren Einflüssen in einer Glasvitrine geschützt, befindet sich ein Heiligtum der Iren - das Book of Kells, welches täglich um eine Seite umgeblättert wird, so dass sich sogar ein mehrfacher Besuch lohnt.

Wie wäre es im Anschluss mit einer Shopping Tour auf der Haupteinkaufsstraße, die das College mit dem St. Stephen’s Green Park verbindet? Die Grafton Street bietet neben vielen Shoppingmöglichkeiten aber auch viele Gründe einen Stopp einzulegen, denn Straßenkünstler zeigen hier ihr Können. Gesang und gesellige Melodien liegen den Iren im Blut. Daher lohnt sich auch immer ein Pub-Besuch mit Life-Musik und Guinness. Wer mehr über das irische Bier erfahren möchte, sollte sich das Guinness Storehouse nicht entgehen lassen. Es ist ein multimediales Erlebnis-Museum, mit einer Sky-Bar, in der Du zum Abschluss ein Pint Guinness mit 360°- Ausblick über die Stadt genießen kannst. Dem zweiten irischen Nationalgetränk ist selbstverständlich auch ein Museum in der Stadt gewidmet. Im Whiskey-Museum wird die Geschichte des Tropfens sehr anschaulich und kurzweilig wiedergegeben. Zum Abschluss wird es auch hier wieder eine Verkostung geben. Auch findest Du verschiedene Destillerien der Stadt, in denen man eine Führung buchen kann – so zum Beispiel die gut besuchte Jameson Destillerie.

Unweit davon entfernt gibt es einen echten Geheimtipp unter den Dubliner Sehenswürdigkeiten. Eine Führung zu den Mumien in der Krypta der St. Michan’s Church. Diese ist zwar ziemlich kurz, dafür jedoch sehr beeindruckend. Hier solltest Du jedoch beachten, dass die Kirche nur wenige Stunden am Tag geöffnet ist. Es lohnt sich vorab ein Blick auf die Homepage zu werfen. Wenn es Dir in dieser Kirche zu schaurig ist, dann solltest Du zumindest in die wunderschöne Christ Church gehen. Diese birgt als besondere Kuriosität auch Mumien in der Krypta. Jedoch handelt es sich dabei nicht um menschliche Gebeine, sondern um eine mumifizierte Katze auf der Jagd ihrer Beute - einer Ratte. Die blieb einst in einer der Orgelpfeifen stecken und versperrte somit auch der Ratte den Ausgang. Eines Tages plumpsten beide aus der Pfeife und sind seither das skurriles Ausstellungsstück in der Krypta. Außerdem lohnt es sich hier auch an einer Führung bis zum Glockenstuhl teilzunehmen. Wenn Du Glück hast, darfst Du sogar die Glocken zum Schwingen bringen.

Alle bisher aufgeführten Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar, wenn Du eine zentrale Unterkunft wählst. Genau das ist in Dublin ratsam, denn das Bussystem ist, nun sagen wir, "gewöhnungsbedürftig". Ohne Ortskenntnis ist eine Busfahrt ein Abenteuer für sich, da die Haltestellen nur Nummern statt Namen haben und während der Fahrt auch keine Angaben gemacht werden, wo man sich gerade befindet. Wenn sich das Busfahren jedoch nicht umgehen lässt, hilft die Dublin Bus App. Außerdem kannst du den Busfahrer bitten, Dir ein Zeichen zu geben, sobald Dein Ziel erreicht ist. In jedem Fall solltest Du ausreichend Kleingeld in den Taschen haben, um Deine Fahrt zu zahlen. Du wirst nämlich vom Fahrer kein Wechselgeld bekommen. Alternativ kann man in verschiedenen Geschäften eine aufladbare Karte kaufen, und mit dieser im Bus zahlen. Das Schöne am Busfahren in Dublin ist der Ausblick, da man in der oberen Etage der Doppelstockbusse alles überblicken kann. Beim Verlassen des Busses bedankt sich jeder nett beim Fahrer – und man merkt, wie freundlich die Iren sind. Nicht alle Sehenswürdigkeiten liegen jedoch so zentral, dass man sie fußläufig erreichen kann. Wer gern einmal ein Gefängnis von innen sehen möchte, ohne vorher straffällig zu werden, der sollte sich das gut erhaltene Kilmainham Goal anschauen. Dieses ist nicht mehr in Betrieb und dient heute als Museum. Bei einer Führung erfährst Du alles Wissenswerte zur Geschichte des Hauses, welches auch schon als Drehort diente, und dessen früheren Insassen.

Ein weiteres sehenswertes Ausflugsziel, allerdings auch außerhalb der Stadt, ist der größte Friedhof Irlands - Glasnevin Cementary. Das Besondere: es handelt sich um den ersten Friedhof für Katholiken in Irland, ist jedoch für alle Glaubensrichtungen offen. Es gibt ein kleines Friedhof-Museum, welches Einblicke in Beerdigungen in Irland gibt. Wie fast überall in Dublin, lohnt es sich auch hier an einer Führung über das Gelände vorbei an den künstlerischen Grabmälern von teils berühmten Persönlichkeiten teilzunehmen, da es die irischen Guides wirklich verstehen, Wissenswertes und Humor zu vereinen.

 

Die besten Pubs in Dublin

Auch wenn Dublin so viel mehr ist als Pubs und Guiness, möchten wir Dir unsere Top 3 der besten Pubs Dublins nicht vorenthalten, denn berühmt als Pub-Viertel ist Temple Bar allemal. Hier kannst Du definitiv Deinen Spaß haben, urige und traditionelle Pubs, in denen sich die Einheimischen treffen, wirst Du hier aber nicht vorfinden. Außerdem wird hier auch der Geldbeutel ziemlich leiden. Je weiter Du Dich aus dem Zentrum weg bewegst, umso mehr Dubliner triffst Du auch im Pub.

J.W. Sweetman

Der Sweetman ist ein zentral an der Liffey gelegener großer Pub über mehrere Etagen, mit dunkler Holzvertäfelung und Livemusik, in dem unter anderem das eigene Sweetman Craft Beer ausgeschenkt wird, das allein schon einen Besuch wert ist.

The Cobblestone

Etwas abseits des Zentrums im Stadtteil Smithfield nördlich der Liffey liegt das urige und authentische The Cobblestone mit Gästen aus der Nachbarschaft und irischer Livemusik. Lokale Künstler geben hier regelmäßig ihr musikalisches Talent mit Gesang, Fidel und Flöte zum Besten.

Whelan's

Südwestlich des St. Stephen Green Park erwartet Dich Wohnzimmerfeeling im Whelan’s. Hier kannst Du bei nettem Service, guter Musik und absolut freundlicher Bedienung Dein Pint genießen. Das Publikum ist freundlich und immer für einen Schwatz mit neuen Gästen zu haben.


Rundreise durch Irland - unsere Top 3

Um die vielen Facetten Irlands kennenzulernen, solltest Du unbedingt eine mehrtägige Rundreise durch Irland machen. Ob mit dem Reisebus und einem unterhaltsamen Reiseleiter oder ganz individuell mit dem Mietwagen, die Reise kann nur ein Highlight werden.

Irland ist eine märchenhafte Insel, auf der die Farben Grün und Grau wunderbar harmonisch im Einklang stehen. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, aber eigentlich ist der Weg das Ziel, denn man möchte am liebsten ständig anhalten, da ein Postkartenmotiv das nächste jagt. Wo man hinsieht, findet man saftig-grüne Wiesen, bestückt mit glücklichen wolligen Schafen. An den Küsten triffst Du auf die verschiedensten Eindrücke, angefangen von friedlichen Hafenörtchen, über lange Strände, bis hin zu schroffen Felsen und steilen Klippen. Und als würde dies nicht schon Abwechslung genug bieten, stehen im Land verteilt faszinierende alte Ruinen von Burgen, Schlössern und Klöstern, die der Landschaft eine gewisse Mystik verleihen.

Besonders, wenn Du Dich für eine Reise mit dem Mietwagen entscheidest, empfiehlt es sich, die Reise mit ein paar Tagen in Dublin zu starten. Dann bietet die pulsierende Hauptstadt nicht nur einen schönen Kontrast zum Rest der grünen Insel, sondern bietet Dir auch die Möglichkeit, Dich auf den Linksverkehr einzustellen.

Rundreise 1 | Der Südwesten Irlands | Rock of Cashel, Ring of Kerry, Halbinsel Dingle, Kinsale

Auf dem Weg von Dublin in den Süden, am Rande der Ortschaft Cashel, thront eine dieser beeindruckenden Ruinen, welche tausendjährige Geschichte verkörpern. Beim Rock of Cashel sollte also definitiv ein Stopp eingeplant werden, bevor Du dich in Südwesten begibst, der mit 5 überwältigenden Halbinseln lockt: Dingle, Iveragh, Beara, Sheep's Head und Mizen. Je nachdem wie viel Zeit Du einplanst, kannst Du alle fünf Halbinseln besuchen oder aber dich für eine entscheiden. Irland im Kleinformat wird vollumfänglich auf der Halbinsel Iveragh geboten. Ausgehend von Killarney kannst Du den Ring of Kerry, eine der schönsten Panoramastraßen der Welt, erkunden. Eines der Highlights am und nahe des Ring of Kerry ist zum Bespiel das Staigue Fort. Hierbei handelt es sich um die Ruine eines großen kreisförmigen Forts. Es liegt etwas versteckter und ist somit nicht so stark besucht, wie manch andere Orte. Auch sollte die Insel Valentia Island nicht unerwähnt bleiben: Sie bietet wundervolle Wandermöglichkeiten zu Aussichtspunkten mit Blick auf das Umland und die beeindruckende Küstenlandschaft.

Eine weitere wunderschöne Landschaftsformation zeigen die Kerry Cliffs, bei denen die moosbewachsenen Felsen schichtenartig bis zum Meer hin abfallen. Von hier aus sieht man in der Ferne die Insel Skellig Michael und Little Skellig. Wer frühzeitig plant, kann eine Bootstour dorthin buchen, um zum einen Vogelkolonien zu beobachten und zum anderen das UNESCO Weltkulturerbe, eine Mönchssiedlung aus dem 6. Jahrhundert, zu bewundern. Hier triffst Du auf einen faszinierenden abgeschiedenen Ort, der nicht ohne Grund als einer der Drehorte für Star Wars auserkoren wurde.

Ein weiteres idyllisches Fleckchen Irlands ist der Killarney Nationalpark, der die Herzen von Wanderlustigen höher schlagen lässt. Hier gibt es einige Postkartenmotive – angefangen mit dem Ausblick vom Ladies View aus auf die malerische Seenlandschaft im Tal. Eine idyllische Wanderung entlang der 11 Kilometer langen Talsenke bieten weitere fantastische Motive.

Abhängig davon wie viel Zeit Du für deine Rundreise einplanst, empfiehlt sich auch ein Ausflug auf die Halbinsel Dingle. Es gibt zwei Wege die Halbinsel zu befahren. Entweder nutzt Du den Weg durch das bergige Hinterland, was mehr Zeit in Anspruch nimmt, dich jedoch nach jeder Kurve mit einer neuen atemberaubenden Aussicht belohnt oder aber den schnelleren Weg durch den flacheren Süden der Insel, wo Du eine Strandwanderung entlang des traumhaften Inch Beaches unternehmen kannst. In beiden Fällen landest Du in der kleinen bunten Hafenstadt Dingle. Mit etwas Glück kannst Du hier im Dingle Pub sogar eine Stepptanzvorführung des 5-fachen Weltmeisters zu Gesicht bekommen.

Kurz hinter der Stadt Dingle beginnt die Panoramastraße Slea Head Drive, welche einmal um die Spitze der Insel herumführt und spektakuläre Aussichten liefert.

Kleiner Tipp: Da die Straße stellenweise sehr eng ist, solltest Du diese am besten im Uhrzeigersinn befahren.

Nach all den Eindrücken der faszinierenden wilden Küstenlandschaften Westirlands ist ein Abstecher in den etwas sanfteren Süden nach Kinsale ein perfekter Ausklang deiner Irland- Rundreise. Doch was macht Kinsale so besonders? Das 5000-Seelen-Hafenstädtchen lockt mit seinem ganzjährig milden Klima und einem südländischen Flair. Am Hafen schaukeln die Boote auf und ab und im Ortskern strahlen die farbenfrohen Fassaden in geschmückten Gassen um die Wette. Dahinter verbergen sich lokale Handwerksläden und Galerien sowie auch gemütliche Pubs, liebevoll eingerichtete Cafés, erstklassige Restaurants. Du solltest den fangfrischen Fisch oder ein paar leckere Scones in der Gourmet-Hauptstadt Irlands probieren.

Möchtest Du eine kleine Zeitreise unternehmen und Geschichte erleben, so lohnt es sich das im 17. Jahrhundert errichtete Charles Fort zu besuchen - eine sternförmige Festungsanlage, die zum Schutze des Hafens von Kinsale entstand. Sobald Du den Schutzwall über die Brücke überquert hast, kannst Du die weitläufige Anlage bestaunen, und entlang der Schutzmauern kannst Du verschiedene Aussichten genießen. Die Gebäude im Innern des Forts sind teilweise sogar begehbar, die Ruinen bieten fantastische Fotomotive. 

Wenn Du nun doch noch einmal Irland faszinierende Klippenlandschaft einsaugen möchtest, bevor Du dich wieder in Richtung Dublin aufmachst, solltest Du dir den Panoramaweg „Old Head of Kinsale Loop“ nicht entgehen lassen. Hier befährst Du die letzten Kilometer des berühmten Wild Atlantic Way und bekommst malerische Ausblicke geboten.

Rundreise 2 | Der mittlere Westen | Galway, Cliffs of Moher, Burren, Connemara

Um möglichst viele Facetten Irlands kennenzulernen eignet sich eine kombinierte Reise aus Dublin und Galway ideal. Wie wäre es mit ein paar Einstiegstagen in Dublin, bevor Du dich auf den Weg in den Westen des Landes machst? Egal ob mit dem Auto, dem Bus oder der Bahn, Galway erreichst Du in 2 – 3 Stunden Fahrt. Sie ist der ideale Ausgangspunkt, um Tagesausflüge in das faszinierende Umland zu unternehmen.

So sollten auf dieser Reise die berühmten Cliffs of Moher nicht auf dem Programmplan fehlen. Sie ragen nahezu senkrecht teilweise 200 Meter aus dem Meer empor. Entlang eines Besucherweges kannst Du das Panorama der hintereinander hervorragenden Felsen aus verschiedenen Perspektiven auf dich wirken lassen. Die berühmtesten Steilklippen des Landes sind auch die meistbesuchten, daher empfiehlt es sich den Besuch in den Morgen- oder Abendstunden einzuplanen.

Ein weiteres besonderes Ausflugsziel in der Umgebung Galways ist der Burren Nationalpark. Was dich hier erwartet erinnert an eine karge Mondlandschaft. Hier erwartet dich Steinboden wo Du hinschaust. Dazwischen kämpfen sich verschiedene Pflanzenarten hervor, was das Bild einfach ganz besonders macht.

Ein Ziel für einen weiteren Tagesausflug sollte der Connemara Nationalpark sein. Am Ufer des Pollacappul-Sees ragt majestätisch die Kylemore Abbey empor. Hierbei handelt es sich um ein Benediktinerinnenkloster mit einer bezaubernden weitläufigen Gartenanlage.

Was aber den wahren Reiz des Connemara Nationalparks ausmacht, ist die beeindruckende Landschaft: sanfte Hügel und raue Berghänge, in Tälern ruhende Moore und Seen, Connemara-Ponys, die sich genüsslich das saftige Gras schmecken lassen. Der Nationalpark ist ein Paradies. Wanderwege unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade führen den Besucher durch einzigartige Landstriche. Bist Du gut zu Fuß, solltest Du keinesfalls die Wanderung hinauf zum Diamond Hill versäumen. Oben angekommen wirst Du mit einem fantastischen Rundumblick über den Nationalpark belohnt.

Und wenn Du  in den Tagen davor noch keine Zeit hattest, Galway zu entdecken, dann solltest Du dies unbedingt nachholen, bevor Du die Heimreise antrittst.

Galway, die drittgrößte Stadt Irlands ist eine Universitätsstadt, was sich natürlich auf den Altersdurchschnitt seiner Bewohner auswirkt – ein Viertel der Bewohner sind Stundenden. Entsprechend hipp und quirlig präsentiert sich die historische Stadt Galway.

Möchtest Du das kulturelle Herz der Stadt schlagen sehen, solltest Du in das Viertel Latin Quarter gehen. Hier triffst Du auf Straßenkünstler, kannst in urige Pubs einkehren und in kleinen individuellen Lädchen Erinnerungsstücke an deine Reise kaufen. Wie wäre es mit einem berühmten Claddagh-Ring – Diesem wirst Du auf Deiner Reise des Öfteren begegnen, er trägt ein Symbol aus Herz, Krone und Händen. In Galway kannst Du sogar das entsprechende kleine Claddagh Ring Museum besuchen, welches die Entstehungsgeschichte des Rings aufzeigt.

Kylemore Abbey in Irland, hier in Deiner Reiserei in Berlin-Brandenburg
Kirche in Irland, hier in Deiner Reiserei in Berlin-Brandenburg
Dolmen in Burren, Irland, hier in Deiner Reiserei in Berlin-Brandenburg
Galway Strand in Irland, hier in Deiner Reiserei in Berlin-Brandenburg
Dolmen in Burren, Irland, hier in Deiner Reiserei in Berlin-Brandenburg

Rundreise 3 | Der Wild Altantic Way | Donegal - Kinsale

Der Nord Atlantic Way zieht sich die komplette Westküste Irlands entlang und zählt mit seinen 2500 km zu den längsten Küstenstraßen Europa. Je nachdem wie viel Zeit Du für diese Reise einplanst, kannst Du den kompletten Weg abfahren oder auch nur einzelne Abschnitte genauer unter die Lupe nehmen. In jedem Fall wird es ein unvergessliches Erlebnis.

Fragt man die Iren, welchen Teil Irlands man besuchen sollte, um das wahre Irland kennenzulernen, werden die meisten das County Donegal genannt bekommen. Hier erwartet euch wirklich unberührte wilde Natur und Abgeschiedenheit in voller Pracht. Du solltest unbedingt für die Slieve League Cliffs einen Stopp einplanen, denn hier bestaunst Du die gigantischen 600 Meter hohen Klippen. Oben im hohen Norden der Insel sieht man die wilde raue Natur, tiefe, enge Kluften, tosende Wellen, zerklüftete Landzungen, fantastische Panoramen. Aber keine Sorge die raue Landschaft steht absolut im Kontrast zur Herzlichkeit der Iren.

 

Fährst Du entlang der Route weiter von Donegal City westwärts bis Erris Head, kannst Du im Wasser die Surfer beim Wellenreiten beobachten. Nun kannst Du der Küstenstraße immer südwärts folgen und umfährst dabei fantastische Buchten, unter anderem die spektakuläre Clew Bay, welche sich mit hunderten von Inseln präsentiert. Hier lohnt es sich auch Bootsfahrt durch die Inselwelt zu unternehmen oder aber Du wanderst den Croagh Patrick hinauf und bestaunst den Blick von oben.

 

Auf der Weiterfahrt Richtung Süden wirst Du auf malerische Strände treffen, wie den Silver Strand um nur ein Beispiel zu nennen. Irland hat sogar einen Fjord vorzuweisen - Killary Harbour. Die Route des Nord Atlantic Way führt selbstverständlich auch daran vorbei. Mit etwas Glück siehst Du hier sogar Delfine. Was Du definitiv sehen kannst, sind Muschelfarmen, denn der Fjord ist berühmt für seine schmackhaften Muscheln. Ein Snack-Stopp lohnt also.

 

Wie wäre es danach mit einer Wanderung im märchenhaften Connemara Nationalpark bevor Du dich nach Galway aufmachst, um Abends den Tag bei einem kühlen Cider und irischer Livemusik in der Quay Street ausklingen zu lassen?

Weiter führt dich der Wild Atlantic Way entlang des Burren Nationalpark, der an eine faszinierende Mondlandschaft erinnert und den berühmtesten Klippen Irlands - den Cliffs of Moher.

Ein weiterer besonderer Landstrich ist die Landzunge Loop Head. Der Panoramastraße folgend siehst Du tosende Wellen, die an die Klippen rauschen, den Leuchtturm an der Spitze der Landzunge sowie die Bridges of Ross - atemberaubende Felsformationen – wovon nur noch eine Steinbrücke existiert.

 

Im Südwesten Irlands warten die fünf abwechslungsreichen Halbinseln Dingle, Iveragh, Beara, Sheep's Head und Mizen auf dich. Dingle und Iveragh sind unter den Reisenden die wohl bekannteren. Entsprechend weniger andere Menschen wirst Du treffen, wenn Du die anderen drei Halbinseln unter Augenschein nimmst. Und nur dort wirst Du Irlands einzige Seilbahn sehen, die von Beara ausgehend den 375m breiten Sund bis Dursey Island überbrückt. Faszination pur bietet die Südwestspitze Irlands Mizen Head. Eine Fußgänger-Bogenbrücke führt über die Klippen zum Kap. Hier lautet die Devise: Windjacke nicht vergessen und einfach genießen.

 

Der Wild Atlantic Way schmiegt sich von Mizen aus an der Südküste entlang bis ins bunte Hafenstädtchen Kinsale. Wie wäre es auf dem Weg dorthin zum krönenden Abschluss einer unvergesslichen Irland-Reise eine Whale Watching Tour in Baltimore oder Kinsale zu unternehmen? Je nach Jahreszeit gibt es gier die unterschiedlichsten Meeresbewohner, wie Delfine, Riesenhaie, Buckelwale anzutreffen.